September 2014
Winnaar van het Championat 2014 Daniel Lutolf (Zwitserland), daarmee de hegemonie op deze internationale show van Jo Mannes doorbroken. Dit jaar geen kwekers bezocht voorafgaande aan het AZ-Europa-Championat maar ons beperkt tot de show zelf. Geboekt was er in het Novotel hotel gelegen aan de Festplatz direct tegenover de Schwarzwaldhalle waar het internationale treffen weer […]

Winnaar van het Championat 2014 Daniel Lutolf (Zwitserland), daarmee de hegemonie op deze internationale show van Jo Mannes doorbroken.
Dit jaar geen kwekers bezocht voorafgaande aan het AZ-Europa-Championat maar ons beperkt tot de show zelf. Geboekt was er in het Novotel hotel gelegen aan de Festplatz direct tegenover de Schwarzwaldhalle waar het internationale treffen weer plaats vond. Op zaterdagavond was het weer een gezellig treffen van vogelliefhebbers in de bekende Karlsruhe ‘Biergarten’. Hier werd ook kennis gemaakt met de op 27 april gekozen nieuwe AZ-president Karl-Friedrich Scharrelman. Wat betreft zijn gestalte een indrukwekkend persoon met een bijzondere uitstraling die de AZ zeker tijdens zijn voorzitterschap zal promoten. Onder gunstige weeromstandigheden werd er tot laat in de kleine uurtjes gelachen en gediscussieerd. Ontwikkelingen op het gebied van dierenwelzijn, de kwaliteit van de vogels, opvatting over het ideaalbeeld en niet te vergeten de oude verhalen en anekdotes kwamen aan de orde. Op het terras van het Novotel hotel troffen wij ook een welbespraakte enthousiaste Roemeense kweker, in Budgie zal t.z.t. een interview met Robert Roman worden gepubliceerd.
Bezoekers van het Championat, Nederlanders die ook de ‘Biergarten’ wisten te vinden op zaterdagavond. Erwin van Cittert, Appie van Gelder,Jos Reijnders,Jan van Meeteren, Hans Bunt en Henk van Dort.



Robert Roman uit Roemenie die één van de vele kwaliteitsvogels met de Smart Phone wist vast te leggen.



Ook Otto Lutz, de uitgever van het grasparkietenblad Wellensittich Welt was met zijn stand aanwezig. In de augustus 2014 uitgave van dit kwaliteitsblad is o.a. ons bezoek aan Michael Hein te lezen. De versie van Michael Hein is als “voorproefje” op onze website te lezen.



Veel belangstelling voor de vogels met een top klassering, jammer dat de kampioenen pas zo laat in de carrousel komen i.v.m. het maken van de foto’s. Dit is voor verbetering vatbaar.



Diverse producten die van meerwaarde kunnen zijn in de hobby, het niet giftige middel MILBAN werkzaam bij de bestrijding van de ronde bloedluis is een aanrader.



Een sterk bezette spangel klasse, echter de cinnamon variëteiten waren dit jaar de belangrijkste kandidaten voor de hoofdprijzen.


Een stelling vol met paren en teams, een mooi gezicht en een etalage voor de kweker om zijn kwaliteit in de breedte te laten zien.
De versie van Michael Hein (uitgebreider dan in het WW blad)
ZU BESUCH BEI MICHAEL HEIN IN ( MONDORF ) MERZIG
Michael Hein wohnt in die Gemeinde Merzig im Saarland , einer der sechzehn Bundesländer von Deutschland, und grenzt im Westen an Frankreich und Luxemburg. Ein historisches Gebiet , es wurde im letzten Teil unserer Reise gewählt für die touristische Route durch Trier, eine landschaftlich schöne Strecke. Die Stadt Merzig hat etwa dreißigtausend Einwohner und Michael lebt am Rande der Stadt in einem schönen Bungalow mit einem perfekt gepflegten Garten mit verschiedenen Höhenunterschiede . Die Vogelunterkunft befindet sich im Keller des Hauses. Immer auf der Suche nach einem geeigneten Vogel wurde, trotz eine böse Rippenverletzung , eine mehr als fünfstündige Reise von den Niederlanden unternommen. Mit den nötigen Haltestellen, so dass mein Mitreisender seine ungesunde Rauchgewohnheit pflegen konnte , konnten wir diese wunderschöne Gegend mit ihrer Aussicht über die hügelige Landschaft geniessen . Das Ziel der Reise war natürlich die nie endende Suche nach einem geeigneten Vogel mit das gewisse Extra, das in die eigene Zucht noch nicht vorhanden ist oder im virtuell zusamenzustellenden Zuchtpaar.
Michael ist in der Versicherungsbranche tätig und hat seit seinem 18 Lebensjahr Wellensittiche. Auch der Vater pflegte das Hobby schon(allerdings keine Schauwellensittiche). Die ersten wirklich guten Vögel bekam er von Gustav Grewe und Werner Kuhn Mitte der 90 iger. Dazu kamen damals schon einige Vögel von Jo Mannes . Mit der Nachzucht dieser Vögel stieg er über die Bundesschau bis 2000 mit Bundesgruppensieger,einigen Gruppensiegern und 30 Goldmedaillen in 4 Jahren die CH-Stufe auf. Einen grossen Eindruck hatte bei ihm der erste Besuch bei Jo Mannes hinterlassen, als er die Vielzahl von im Typ einheitlichen Vögeln mit diesen harmonischen und hübschen Gesichtern sah. Es war damals, und ist heute noch eine andere Welt!! 2002 konnte er bei Jo Mannes innerhalb von zwei Jahren 13 Vögel erwerben. Alleine daraus konnten ca. 60 Jungvögel gezüchtet werden. Die besten daraus zusammen mit den besten Vorhandenen und einigen im Laufe der Zeit zusätzlich erworbenen Vögel aus der Mannes Zucht bildeten dann den Grundstock für eine Familienzucht. In der alle Vögel leicht aber nicht zu eng miteinander verwandt sind, es zur Verdichtung gewisser Merkmale zwar Schwerpunkte gibt, die es zu Formen und Lokalisieren gilt, ohne aber dabei degenerative Merkmale sichtbar zuzulassen. Hier gab ihm das Buch von Jo Mannes eine große Hilfestellung. Seit seinem Aufstieg in die CH-Stufe 2000 stellt Michael nur noch alle 3 Jahre in Kassel aus und ist deshalb den meisten Züchtern nicht bekannt. Diesen Turnus unterbrach er 2012 als ihm ein Zuchtfreund empfahl eine bestimmte Henne dringend auszustellen. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade angesetzt. Die Henne konnte noch gerade angemeldet werden, hatte aber keinerlei Schauvorbereitung. Die hormonelle Umstellung hatte sie auch etwas völliger werden lassen, was sich auf die Haltung auswirkte. Trotzdem errang sie einen Achtungserfolg ( Gruppensieg). Wurde aber von vielen Besuchern zur Kenntniss genommen und führte zu einer Menge Diskussionen auch bei den Zuchtrichtern. Leider konnte er später von dieser Henne keine Nachzucht erhalten, möglicherweise weil der 1. Brutzyklus unterbrochen wurde. ( wenn man zuviel auf einmal will) Allerdings hatte diese Henne 12 Geschwister, von denen einige hervorragend vererbt haben, und einige für die Zucht maßgeblichen Spitzenvögel gefallen sind. Im Laufe der Jahre hat er seinen eigenen Stamm aufgebaut. Es ist keine Kopie der Mannes Zucht (obwohl er das gerne hätte 🙂 Aber der genetische Abtrifteffekt schafft einfach auch Abweichungen,die man versuchen muss in den Griff zu bekommen und in die Richtung der eigenen Vorstellungen zu kontrollieren. Er lehnt es ab ständig zu zukaufen, um möglichst nahe am Original zu sein. Züchten heisst auch eigene Kreativität an den Tag zu legen und dabei aber den Respekt vor der Kreatur nicht zu verlieren. Ist er von einem Paar überzeugt, lässt er es auch zusammen, auch wenn die erste Brut nicht überzeugt. Seine Meinung: Wir haben es hier mit einer Verteilung zu tun, die im besten Fall bei 25/50/25 % liegt. 100 Babies pro Paar haben wir selten, also müssen wir der Natur und Wahrscheinlichkeit eine Chance geben. Seine beste Henne ( zimt grau grün) fiel in der 3. Brut. Die erste Brut 4 Babies, waren eher Mittelmaß. In der zweiten und dritten Brut krachte es !! Er hat die Erfahrung gemacht, dass Spitzenvögel i.d.R nicht wieder direkt solche hervorbringen. Er ist ein Verfechter der Genotypenverpaarung. Allerdings versucht er von seinen Phänotypen natürlich Nachzucht zu bekommen, damit die Dominanz der Merkmale (wenn auch verdeckt ) erhalten bleibt. Den Hybrideffekt nutzt er seit 2000 nicht mehr ,da die Spitzenvögel die hier zwar fallen können, i.d.R. Genetische Blender sind. Beispiel: sein Bundesgruppensieger 1997 ist durch Vermischung zweier Abstammungen entstanden: auch nach Anwendung vieler Verpaarungsmethoden ist daraus kein annähernd guter Vogel mehr gefallen. Beim Verpaaren achtet er auf den „Eulen-Typ“. Kein Hals, runder breiter Hinterkopf.(nur dann ist ein flächiges rundes Gesicht möglich). Flächiges Gesicht rechts und links des Schnabels, der möglichst klein und eingezogen sein muss! Und natürlich mit dem heute nötigen Crossgefieder (allerdings, wenn das Crossgefieder seitlich vom Schnabel schon zu weit runtergezogen wird, beginnt es seiner Meinung nach schon wieder „fratzenhaft“ zu wirken. Hier haben wir doch eine tolle Orientierung: Standard und Ästhetik!) Sein Ziel ist es auch, möglichst keinen Fremdvogel mehr anschaffen zu müssen,da dieser nicht nur die sichtbaren Eigenschaften(wenn überhaupt) mit einbringt, sondern einen bunten Blumenstrauß an vielleicht nicht gewünschten Eigenschaften aus seiner genetischen Peripherie mit einschleppt. Vielleicht erst in den nachfolgenden Generationen sichtbar. Weiß man immer was da drinsteckt? Es sei denn er käme aus Freiburg.
Michael züchtet Normalvögel,Spangle, Zimter und A-Schecken in Dunkelfaktoren. Angesichts seiner beruflichen Auslastung hat er beschlossen zur Zeit die weiteren 30 Quadratmeter Zuchtraum nicht zu verwenden. Der jetzige Zuchtraum ist 7 x 3 Meter gross und hat gut organisiert Platz für 45 Zuchtboxen,wovon viele als Absetzboxen genutzt werden, und 2 geräumige Innenflüge. Eine Besonderheit ist die permanent laufende Be-und Entlüftungsanlage, die bis in die letzte Ecke ständig Frischluft transportiert und verbrauchte Luft absaugt. Für ihn eine wesentliche Komponente, weil eine gute Sauerstoffversorgung seiner Meinung für die Verstoffwechselung beim Wellensittich enorm wichtig ist. Dies hat ihm sowohl in der Brut und der Vitalität und Gesunderhaltung der Vögel einen grossen Schub gebracht. Aufgrund der guten Ergebnisse, die Mitgliedschaft bei Facebook und seine Website ist die Nachfrage für seine Vögel stark erhöht. Die verbleibenden mehrjährige Vögel waren zu diesem Zeitpunkt zum Verkaufnicht verfügbar. Michael braucht sie um sicher in die Brutsaison ein zu steigen. Viele der jungen Vögel waren in der schwierigen Phase, in der sie noch nicht voll entwickelt sind, Durch die unregelmäßigen Federmauser können die potenziell gute Vögel sind noch nicht optimal zeigen. Aber ein junger graue Hahn von vier Monate alt, mit einem runden Kopf und eine gute Maske hat uns gefallen undkönnten wird brauchen in unseren Zucht.
Vielen Dank an Michael für die Gastfreundschaft, die vielen gezeigten Vögel, und ganz zu schweigen von seinen Offenheit über seine ZuchtErfahrungen und Methoden. Es war Zeit für uns um Dillingen zu verlassen wir waren noch weitere 15 Minuten entfernt von das Saarland Hotel Milano und dem Restauran mit ein italienisches Essen und einem wohlverdienten kaltes Bier.
